Schafskäse mit Gemüse

…das Gemüse besteht bei diesem Rezept übrigens aus folgenden Zutaten:

  • 1 Handvoll Tomaten (frische + getrocknete)
  • Zucchini
  • Basilikum
  • Oregano
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Öl
  • Salz und Pfeffer

Schon beginnt die Schnibbelei, denn alle Zutaten müssen möglichst kleingehackt werden. Macht doch einen kleinen Wettbewerb daraus, wer das kleinste Salzkorn schnitzt 😉

Ist der Sieger ermittelt, wird die vermengte Masse jeweils mit 2-3 EL auf ein Stück Alufolie gegeben, das in etwa doppelt so groß sein sollte, wie der handelsübliche Schafskäse selbst. Der wird nämlich auf dem Gemüse drappiert und mit der überstehenden Folie bedeckt. Nach 10 bis 20 Minuten auf dem Grill ist der Käse dann leicht zerlaufen und hat das Aroma des Gemüses angenommen.

Der Trick ist, den Schafskäse auf das Gemüse zu legen und nicht andersherum. Dadurch klebt der Käse und wird besonders lecker.

Smoker für 40€ von Famila – Teil 3

Die Wurst muss dran glauben:

Mehrere Stunden Schweiß, Hirnschmalz und einige Ladungen gut durchgeglühte Grillbriketts später fällen wir die Entscheidung, dass der Versuch nicht ohne ein endgültiges Ergebnis abgebrochen werden darf. Das Thermometer zeigt nun 120°C, leichter Rauch steigt aus den nachgelegten Räucherchips aus Rotweinreben (von Rebenglut). Sind wir nicht schon Papst?

Das Los fällt auf die Wurst. Die umstehenden Grillfachleute bezweifeln, dass bei dieser Temperatur ein befriedigendes Ergebnis erzielt werden kann.

Eine halbe Stunde später: hey, das sieht gut aus! Hat zwar nicht den Hauch von Geräuchertem, aber die Wurst ist braun und gar und sieht lecker aus. Beim Verzehr des Probestücks bleibt die Skepsis. ob sich die stinkende Farbe tatsächlich schon vollständig verflüchtigt hat. Am Gaumen beißt es – ich gaube, das bleibt eine Hoffnung.

Fazit: 40€ für die Mülltonne. Warum dieser Schrott erst um die halbe Welt gekarrt werden muss, um dann hier auf der Deponie zu landen, ist die große Frage, Aber vielleicht ist das die ausgleichende Gerechtigkeit für unsere eigenen Müllexporte?

Helge macht den Vorschlag, das Ding bis zu seinem Ableben als Feuertonne zu benutzen. Immerhin etwas. Und wir verlassen uns im weiteren Verlauf des Camps lieber auf die Weber-Grills, die grillstyle uns zur Verfügung gestellt hat. Die machen wenigstens das, was sie sollen.

 

Smoker für 40€ von Famila – Teil 2

Er smokt, nur haben wir noch gar keine Räucherchips eingeworfen!

Nachdem wir uns für eine Kombination von Zubehörteilen und deren Anordnung entschieden haben, wollen wir das Teil mal testweise anheizen. Dank Fabian und des benachbarten Baumarktes sind nun auch die Griffe dran. Warum jetzt Schrauben übrig sind (nein, nicht die aus dem Baumarkt), weiß wohl nur der Gott des Räucherns. Oder vielleicht Famila? Wir nehmen es einfach hin.

Rätselraten, woher die Unmenge an Rauch kommt. Die Vermutung liegt nahe, es handelt sich hier um die Farbe, die das wabbelige Blech auf der Fahrt über den großen Ozean (ich vermute, das Teil kommt aus China) vor dem Rost schützen soll, den es in den nächsten Tagen unvermeidlich ansetzen wird.. Es werden noch Wetten angenommen, ob die Füße zuerst abfallen werden, oder die „Feuertür“ sich selbstständig machen wird.

Wir heizen noch mehr ein. Das Thermometer steigt auf 300°F. Aus jeder erdenklichen Öffnung quillt der Rauch heraus. Mit der Hoffnung, das Teil möge irgendwann seine Schadstoffe ausgeglüht haben, steigt der Zweifel, ob man einem totem Stück Fleisch wirklich antun sollte, in diesem Smoker ein zweites Mal zu sterben. Es stinkt erbärmlich!

Vielleicht das Tier auch von der Feuerwehr erlöst, die in den nächsten Minuten eintreffen müsste …

Smoker für 40€ von Famila

Das Abenteuer beginnt: auf dem Grill-Camp Hamburg 2012 wollen wir testen, was ein 40€-Smoker aus dem Supermarkt zu leisten vermag. Das engagierte Team um Helge verzweifelt zuerst am Aufbau. Alle Teile purzeln lose aus dem Karton, keiner weiß, wo die Schrauben, die das Teil am Ende zusammen halten sollen, hingehören. Schlecht auch: wir haben kein Werkzeug und es liegt IKEA-mäßig auch keines bei. Dann taucht aus heiterem Himmel ein Leatherman-Nachbau auf. Glück gehabt!

Die Zeit läuft …

Jetzt geht es daran, die Schrauben und Muttern zuzuordnen. Helge baut auf seine „Erfahrung“. Wohin gehört die Räuchewanne O? Und welches der vielen Bauteile ist die Räucherwanne?

Die erste viertel Stunde ist rum. Das Unterteil steht auf seinen Füßen. Da fehlt doch ’ne Schraube? Oder passt da ’ne andere? Es heißt mal wieder: Schrauben Achtung, durchzählen. Lassen wir die Griffe erstmal weg – wer braucht schon Griffe? Unnützes Beiwerk. Und wozu ist die Tür da unten? Hmm …

 

Erneut Rätsel um die Räucherwanne. Rückzug zur Beratung. Sie Stoppuhr zeigt 30 Minuten. Ich frage mich, ob man die Bauteile vielleicht vorher hätte reinigen sollen?

Jetzt erhält die Männertruppe Hilfe von Conny. Die Idee: vielleicht gibt es auf der Homepage des Herstellers eine bessere Aufbauanleitung? Studien belegen, dass Frauen Anleitungen wirklich lesen und damit schneller zum Erfolg kommen. Allerdings müssen wir die Idee verwerfen: die beigelegte Anleitung entpuppt sich schon als FAX, wie soll es da eine vernüftige Homepage mit einer noch vernünftigeren Anleitung geben? Ok, das Teil kostet 40€.

Das Team beschließt, weitere „unwichtige Features“ wegzulassen. Es fehlt mindestens eine Mutter und in die restlichen passen die Schrauben mit und ohne rohe Gewalt auch nicht unbedingt rein.

45 Minuten: das Engagement schwindet. Der schnelle Erfolg will sich nicht einstellen. Zur Beruhigung fällt mir ein Plakat ein, mit der das deutsche Handwerk hier in Hamburg letztens geworben hat: „Hamburg ist uns gute gelungen, aber wir hatten dafür ja auch 1.000 Jahre Zeit“. Auf der Suche nach jemandem, der „Ahnung hat“, mag sich nun niemand mehr melden.

Nochmal die Anleitung studiert: „Beim Grillen kann die Auffangwanne (H) zum indirekten Grillen benutzt werden. Hierfür den oberen Körper (G) entfernen. SIe können aber auch ohne Deckel (B), oberen Körper (G) und Auffangwanne (H) direkt grillen“. Aha, der Trick ist, durch gezieltes entfernen und hinzufügen von Bauteilen zum gewünschte Ergebnis zu kommen. Dazu passt der Hinweis, den man am Ende der Anleitung lesen kann: „DIese Beschreibung dient nur der Hilfestellung, es gibt bestimmt noch andere Möglichkeiten, den Ofen zu betreiben“.

Die Stunde ist um, die Griffe fehlen, die wesentlichen Teile stehen mehr oder minder passgenau (rohe Gewalt richtet auch hier manchmal viel) übereinander. Die ehemals engagierte „Smoker-Truppe“ hat sich plötzlich zerstreut. Ich sitze allein vor dem „Bauwerk“. Fabian ist auf zum Baumarkt …

Fazit der ersten Runde? Schauen wir mal, ob es einen zweiten – den Praxisteil – geben wird.

Jürgen