Privater Grillspaß

Es ist ja nicht so, als könne man nicht auch mitten im Winter grillen.

Aber nicht nur das. Man kann auch im winterlichen März im Schnee grillen. Ist zwar etwas kalt, aber mit der richtigen Atmosphäre, guten Unterhaltungen und der einen oder anderen Flasche Hochprozentigem (zum Trinken oder Heizen) geht alles von selbst!

burger02So gestalteten wir unser ganz persönliches grillcamp, mit echten Testern (und Testerinnen).

Was wurde gemacht?
Wir entschieden uns für vegetarischen Tortellini-Salat, nicht ganz vegetarischen Rind-Burgern und ein paar bunten  Geflügel-Leckereien.

Ab zum Supermarkt kauften wir direkt am Tag des Geschehens frisches Rinderhackfleisch und – um nicht zu kleckern sondern zu klotzen – wurden es gleich zwei Kilo. Es sollte ja auch in verschiedenen Varianten getestet werden!

Das stand sonst noch auf dem Einkaufszettel:

  • Mozzarella-Tomaten-Tortellini (4 Packungen)
  • Cherry-Tomaten
  • Pilze (Champignons)
  • Sauce Hollandaise (THOMY und Knorr, Light-Varianten)
  • Rama Cremefine
  • Rucolasalat
  • Hühnchen-Filets
  • Hühnchen-Spieße (Arizona)
  • Putenbrust (Arizona)
  • Paprika
  • Zucchini
  • Holzspieße
  • Burgerbrötchen (normal und XXL)
  • Tomaten
  • Kopfsalat
  • saure Gurken in Scheiben
  • süße Zwiebeln
  • normale Zwiebeln
  • HP-Soße (Classic und Honey)
  • Block House Knoblauch Sauce Rouille
  • Block House Aioli
  • verschiedene herzhafte Käsesorten


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Der eine oder andere denkt jetzt „Warum habt ihr fertige Soßen genommen?“.
Im Winter – zumindest ist es gefühlt Winter – sehen die Zutaten zum Schreien aus, sind extrem überteuert oder es gibt sie gar nicht erst. Daher haben wir uns entschieden (auch aus Zeitgründen) zu den Fertigvarianten zu greifen. Und wir wurden nicht enttäuscht!

Aber nun erstmal wieder zum Anfang: Endlich tortellini05zuhause ging es dann daran, den Salat vorzubereiten. Also Wasser kochen, Tortellini rein, Tomaten schnippeln, Pilze schnippeln (oder die aus der Dose), Tortellini abtropfen und abkühlen lassen und Rucola waschen.
tortellini06Kommen wir zur Sauce Hollandaise: Die von THOMY und Knorr schmecken sehr unterschiedlich. Die von THOMY hat keinen starken Eigengeschmack und ist eher etwas flüssiger. Die von Knorr hat einen sauren Beigeschmack und ist relativ dickflüssig. Erinnert an Vanillepudding. Es ist Geschmackssache, aber der Salat schmeckt schon sehr unterschiedlich, abhängig davon welche Soße man nimmt. Zu der Soße wird noch ein guter Schuss Rama Cremefine gegeben, um die Soße etwas „leichter“ zu machen. Jetzt noch ein bisschen ziehen lassen und fertig ist ein sehr leckerer Salat!

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Für die Hühnchen-Spieße mussten die Paprikas in quadratische Stücke geschnitten werden, genauso wie die großen Zwiebeln, Zucchinis und die Hühnchenstücke. Danach werden die Holzstäbchen genommen und die einzelnen Stücke auf die Spieße gesteckt.

burger01Als nächstes kamen die Burger dran. Zwiebeln und Tomaten in gleichmäßige Scheiben schneiden, Salatblätter in eine passable Größe bringen. Hack würzen und als Buletten formen. Die unterschiedlich großen Brötchen werden kurz im Ofen gebacken.

Gewärmt an der Feuertonne konnten unsere Gäste vorfreudig die Leckereien auf dem Grill erst begutachten und später ausgiebig probieren.

Bei den Salat-Variationen war es schlicht Geschmackssache, wem welche Soße besser schmeckte. Allerdings kam auch bei den eingefleischten Fleischfressern der Salat sehr gut an!

Mit den Hühnchen-Spießen haben es die Griller spiesse03allerdings zu gut gemeint. Daher waren sie eher knusprig schwarz — aber Kohle reinigt ja bekanntermaßen den Magen!

Ein besonderes Testing haben wir bei den Burgern angesetzt. Welche der Soßen ist am Besten? Welche Burgerbrötchen besser? Viel Käse, wenig Käse, was für Käse?

Bei allen gewonnen haben, allein wegen der Handhabung, die XXL-Burgerbrötchen von real.
burger03Die Soßen von HP kamen beide sehr gut an; dazu Variationen mit den Block-House-Soßen. Besonders lecker waren die Burger mit dem irischen Bio-Käse von Lidl, mit der Kuh drauf. Am besten doppelt! YUMM YUMM.

Ich wäre sehr interessiert, wie das mit vegetarischen Buletten geschmeckt hätte. Vielleicht hat ja jemand Bock, das mal auszuprobieren?

Schafskäse mit Gemüse

…das Gemüse besteht bei diesem Rezept übrigens aus folgenden Zutaten:

  • 1 Handvoll Tomaten (frische + getrocknete)
  • Zucchini
  • Basilikum
  • Oregano
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Öl
  • Salz und Pfeffer

Schon beginnt die Schnibbelei, denn alle Zutaten müssen möglichst kleingehackt werden. Macht doch einen kleinen Wettbewerb daraus, wer das kleinste Salzkorn schnitzt 😉

Ist der Sieger ermittelt, wird die vermengte Masse jeweils mit 2-3 EL auf ein Stück Alufolie gegeben, das in etwa doppelt so groß sein sollte, wie der handelsübliche Schafskäse selbst. Der wird nämlich auf dem Gemüse drappiert und mit der überstehenden Folie bedeckt. Nach 10 bis 20 Minuten auf dem Grill ist der Käse dann leicht zerlaufen und hat das Aroma des Gemüses angenommen.

Der Trick ist, den Schafskäse auf das Gemüse zu legen und nicht andersherum. Dadurch klebt der Käse und wird besonders lecker.

Gefüllte Pilze mit frischen Kräutern

Und wieder ein Fall, wo sich das berühmte „weniger ist manchmal mehr“ bewahrheitet:

Fix sind folgende Zutaten zusammen gemischt:

  • 1/2 Päckchen Frischkäse
  • 1/2 Schafskäse
  • Je eine Prise frisch gehackte Dill, Oregano und Petersilie

…fertig! Naja, fast. Aber kocht ihr zusammen, kann der andere in der Zwischenzeit schon mal die Pilze waschen und aushöhlen. Anschließend die Schafs-/Frischkäse-Füllung in die Pilze geben und bei ca. 150 Grad indirekt grillen.

Gefüllte Champignons

Große braune Champignons mit Käsefüllung. Lecker….

Grillkartoffeln mit Kräutern und mit Fenchelgrün

Eine tolle Beilage zum Fleisch sowie ein prima Sattmacher für Vegetarier. Alles, was ihr braucht:

  • Aluschalen
  • ca. 700g Kartoffeln
  • 2 – 3 Knoblauchzehen
  • 2 Knollen Fenchelgrün
  • Olivenöl
  • Thymian, Rosmarin und Chiliflocken
  • Salz und Pfeffer

Als erstes die Aluschalen mit einer Mischung aus Öl, Chiliflocken und Knoblauch einpinseln. Die Kartoffeln waschen, aber nicht schälen, in Viertel schneiden und ebenfalls mit dem Knobi-Chili-Öl einpinseln. Thymian und Rosmarin nach Belieben hinzu geben und die Kartoffeln mit Alufolie abdecken.

Das ganze dann eine knappe Stunde auf den Grill, bis die Kartoffeln weich sind.

Wenn ihr Fenchel mögt und welchen besorgen konntet, schneidet diesmal die Kartoffeln in Scheiben und legt je ein Fenchelblatt zwischen sie. Die Einpinselei bleibt gleich 🙂

Auch in der Variante das ganze eine  Stunde auf den Grill bis die Kartoffeln weich sind.

Bei beiden Varianten aufpassen, dass die Kartoffeln auch ausreichend gewürzt sind. Deshalb nicht mit den Kräutern und Salz geizen.

 

 

 

Bruschetta

Ach, wie wir sie alle lieben. Die kleinen knusprigen Tomatenhappen, die unser Lieblingsitaliener vorab serviert. So bringt ihr die kleine Vorspeise ins eigene Heim:

  • 5 geschälteTomaten
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 2 Zwiebeln
  • frischer Basilikum
  • Olivenöl
  • Oregano
  • Salz und Pfeffer

Und jetzt geht’s fix: Tomaten würfeln, Zwiebeln und Knoblauch kleinhacken, Basilikum zupfen und alles mit dem Olivenöl und den Gewürzen vermengen – finito!

Gegrillte Banane mit Schokoladensauce

Gegrillte Banane mit Schokoladensoße am Samstag und Sonntag:

Je Person eine Banane, diese auf dem Grill kräftig erhitzen. Die Schale wird sehr schnell schwarz, beginnt nach einiger Zeit aufzuplatzen. Dann ist die Banane durchaus gut. Sollte es gewünscht sein, auch noch länger auf dem Grill lassen, dann kann der Zucker der Frucht noch karamellisieren.

Grundsätzlich ist zu empfehlen möglichst reife Bananen zu wählen, da diese weicher werden und gegrillt besser schmecken.

Nun zur Soße für 4 Personen:

  • 200g Edelbitterschokolade, ich habe Kuvertüre mit 70% Kakao-Anteil verwendet, für die weiße kam ebenfalls Kuvertüre zum Einsatz
  • 150 ml Sahne
  • 3 El Zucker
  • 1 El Rum

Die Schokolade zerkleinern und in einer Schüssel im Wasserbad unter ständigem Rühren schmelzen. Vorsicht: Es darf kein Wasser in die Schokolade kommen, dann wird sie hart! Sahne und Zucker aufkochen, ein wenig abkühlen lassen. Dann die Schokolade unterrühren. Diese Masse glatt rühren und den Rum hinzufügen.

Soviel zum Standardrezept, am Samstag wurde die Soße mit Whiskey abgeschmeckt, am Sonntag mit Amaretto. Die weiße Soße wurde mit einem „Sauren“ auf Wodka-Basis aromatisiert.

Viel Spaß beim Nachkochen!