Smoker für 40€ von Famila

Das Abenteuer beginnt: auf dem Grill-Camp Hamburg 2012 wollen wir testen, was ein 40€-Smoker aus dem Supermarkt zu leisten vermag. Das engagierte Team um Helge verzweifelt zuerst am Aufbau. Alle Teile purzeln lose aus dem Karton, keiner weiß, wo die Schrauben, die das Teil am Ende zusammen halten sollen, hingehören. Schlecht auch: wir haben kein Werkzeug und es liegt IKEA-mäßig auch keines bei. Dann taucht aus heiterem Himmel ein Leatherman-Nachbau auf. Glück gehabt!

Die Zeit läuft …

Jetzt geht es daran, die Schrauben und Muttern zuzuordnen. Helge baut auf seine „Erfahrung“. Wohin gehört die Räuchewanne O? Und welches der vielen Bauteile ist die Räucherwanne?

Die erste viertel Stunde ist rum. Das Unterteil steht auf seinen Füßen. Da fehlt doch ’ne Schraube? Oder passt da ’ne andere? Es heißt mal wieder: Schrauben Achtung, durchzählen. Lassen wir die Griffe erstmal weg – wer braucht schon Griffe? Unnützes Beiwerk. Und wozu ist die Tür da unten? Hmm …

 

Erneut Rätsel um die Räucherwanne. Rückzug zur Beratung. Sie Stoppuhr zeigt 30 Minuten. Ich frage mich, ob man die Bauteile vielleicht vorher hätte reinigen sollen?

Jetzt erhält die Männertruppe Hilfe von Conny. Die Idee: vielleicht gibt es auf der Homepage des Herstellers eine bessere Aufbauanleitung? Studien belegen, dass Frauen Anleitungen wirklich lesen und damit schneller zum Erfolg kommen. Allerdings müssen wir die Idee verwerfen: die beigelegte Anleitung entpuppt sich schon als FAX, wie soll es da eine vernüftige Homepage mit einer noch vernünftigeren Anleitung geben? Ok, das Teil kostet 40€.

Das Team beschließt, weitere „unwichtige Features“ wegzulassen. Es fehlt mindestens eine Mutter und in die restlichen passen die Schrauben mit und ohne rohe Gewalt auch nicht unbedingt rein.

45 Minuten: das Engagement schwindet. Der schnelle Erfolg will sich nicht einstellen. Zur Beruhigung fällt mir ein Plakat ein, mit der das deutsche Handwerk hier in Hamburg letztens geworben hat: „Hamburg ist uns gute gelungen, aber wir hatten dafür ja auch 1.000 Jahre Zeit“. Auf der Suche nach jemandem, der „Ahnung hat“, mag sich nun niemand mehr melden.

Nochmal die Anleitung studiert: „Beim Grillen kann die Auffangwanne (H) zum indirekten Grillen benutzt werden. Hierfür den oberen Körper (G) entfernen. SIe können aber auch ohne Deckel (B), oberen Körper (G) und Auffangwanne (H) direkt grillen“. Aha, der Trick ist, durch gezieltes entfernen und hinzufügen von Bauteilen zum gewünschte Ergebnis zu kommen. Dazu passt der Hinweis, den man am Ende der Anleitung lesen kann: „DIese Beschreibung dient nur der Hilfestellung, es gibt bestimmt noch andere Möglichkeiten, den Ofen zu betreiben“.

Die Stunde ist um, die Griffe fehlen, die wesentlichen Teile stehen mehr oder minder passgenau (rohe Gewalt richtet auch hier manchmal viel) übereinander. Die ehemals engagierte „Smoker-Truppe“ hat sich plötzlich zerstreut. Ich sitze allein vor dem „Bauwerk“. Fabian ist auf zum Baumarkt …

Fazit der ersten Runde? Schauen wir mal, ob es einen zweiten – den Praxisteil – geben wird.

Jürgen

 

 

 

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